Zwei freie Tage :O)

Meine Lieben,

jetzt mal wieder ein etwas längerer und abwechslungsreicherer Bericht als die letzten Tage.
Um euch davon zu überzeugen, sollte ich vielleicht dann nicht schon wieder mit dem Wetter anfangen. Aber ich machs trotzdem :).
Die letzten drei Tage und auch heute (Di., 08.09.09) ist es total schön – purer Sonnenschein. Auch wenn es nur um die 15° C sein soll, laut Wetterbericht. Menschen genießen den warmen Frühling in kurzen Hosen und Barfuss.
Zum Glück war am Samstag mein letzter Arbeitstag der Woche. Doch leider kein besonders schöner. An diesem Tag der Woche arbeitet unter anderem eine alte Frau namens Ronda ein paar Std. zusammen mit mir. Ein altbekannter Name und genauso schlimmer Mensch. Ich erlebte Kritik auf die ganz besondere Art. Sie redete auf einmal mit mir, ohne Vorwarnung und in einer so disrespektvollen, besserwisserischen und unkollegialen Art, die ich nicht hinnehmen konnte. Ich fragt sie, warum sie mir das nicht in einem freundlicheren Ton sagen könnte, darauf antwortete sie nicht wirklich, sprach und wiederholte im gleichen Ton weiter. Ich war so verdattert und geschockt, dass ich nichts erwidern konnte, auch nicht, wenn sie mich gelassen hätte. Ich fühlte mich so erniedrigt, dass mir die Tränen kamen. Auch mein Supervisor war geschockt und sauer auf Ronda. Er führte kein Gespräch mit ihr, unterbrach sie aber und stoppte sie. Er wollte es unserem Chef erzählen (Wird ich ja heute sehen.) und fragte mich, ob ich denn am Montag noch zur arbeit käme. Natürlich! So schnell lass ich mich nicht unterkriegen.
Fazit: Rondas sind mein Todesurteil!

Am Sonntag war ich dann guter Dinge meinen fast freien Tag zu genießen. Amy(die andere Putzqueen) und ich machten an diesem Tag ausnahmsweise zusammen sauber. Nachdem ich mein Stündchen Arbeit hinter mich gebracht hatte machte ich mich auf. Ich fuhr mit dem Link Bus (Ein spezieller Bus. Du bezahlst immer 1,60$, er fährt alle 10min. und die wichtigsten Plätze in Auckland City an.) zur Auckland Domain. Das ist ein großer Park, in dem sich unter anderem das Auckland Museum befindet. Ich besuchte jedoch nur den Wintergarden, da meiner Meinung nach das Wetter viel zu schön für einen Museumsbesuch war. Der Wintergarden, ist in drei Bereiche, nach Klima bzw. nach Pflanzentyp, unterteilt. Er ist nicht sehr groß, doch kann man viele verschiedene Pflanzen blühen und wachsen sehen. Ich ging meinem Hobby nach und machte einige Fotos, probierte ein bisschen mit der Kamera herum.
Da es noch eine Weile dauerte bis die Sonne untergehen sollte, ich wollte kurz vor Sonnenuntergang hoch auf den Sky Tower, entschied ich mich die Sonne ein bisschen zu genießen und in meinem Reiseführer zu blättern. Dazu legte ich mich auf die Wiese, wie einige andere.
Da die Wiese jedoch noch eine gewisse feuchte und ich keine Decke dabei hatte, machte ich mich zu Fuß in Richtung Sky Tower.
Etwas früher als gedacht dort, blieb mir noch einige Zeit Auckland bei Tag zu betrachten.
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Bei meinem ersten neuseeländischen Kaffe (hier ist es eine kleine Kunst einen Kaffe zu zubereiten) sah ich mir den Sonnenuntergang an.
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Ich machte noch ein paar Nachtfotos und machte mich wieder auf den Weg nach unten.
Mein letztes Ziel war der Pack n’ Save, ein günstiger Einkaufsmarkt. Um dort hinzukommen nahm ich einen Bus. Die Fahrtkosten sind nicht teuer, aber im Endeffekt zielt es insgesamt dann auf ähnliche Ausgaben hinaus. Aber nicht die günstigen Preise waren der Hauptgrund für meine Fahrt dorthin, viel mehr ein bestimmter, leckerer Wein.
Das Problem, dass ich meinen Passport im Hostel vergessen hatte, war mir schon bewusst, als ich auf dem Weg dorthin war. In Neuseeland akzeptieren sie keinen Personalausweis und kontrollieren ganz streng. Aber ich wollte es versuchen. Im Endeffekt lachte ich mir zwei nette Kerle an, die für mich den Wein kauften. Abend gerettet.
Zurück verbrachte ich einen netten Abend mir „neuen“ Deutschen.

Am Montag ging ich los und lief die Ponsonby ganz gemütlich entlang. Ein Bummel durch die Geschäfte, an denen ich bislang nur vorbei gejoggt war. Ich wollte zur K’Road, da ich gelesen hatte, dass es dort viele Sekondhandshops geben sollte und eine nette Straße sein sollte. Im Endeffekt war die Ponsonby Road um einiges schöner. K’Road war eher ein unseriöseres Viertel. Später traf ich mich mit den netten Deutschen vom Abend vorher. Wir aßen im besten Fish- and Chipsladen hier in Auckland.

Fishburger - rischtisch gut!

Fishburger - rischtisch gut!


Sah von außen leicht schäbig aus, war aber echt super!!! Außerdem verbrachten wir die Zeit mit einkaufen… Der Abend endete mit vollem Magen und einem Sekt (eklig) bzw. Wein dazu.

Das waren die letzten Tage.

Und um auf heute noch mal zurück zu kommen, ich sollte im Jungens Dorm den Schimmel an den Wänden (der sich als schwarze Flecken, vor allem hinter dem Schrank zeigte) weg machen. Zusätzliche Arbeit … so was bekomme meistens ich ab, warum?
In den ersten Minuten hatte ich mir leider keine Gedanken über die Arbeit, Flecken an den Wänden wegzumachen, gemacht. Viel mehr um den scheiß Gestank (entschuldigt für den Ausdruck ;)). Dann viels mir aber wie Schuppen von den Augen, das ist Schimmel, ich atme ihn gerade ein und er ist giftig. Ich weigerte mich ohne Mundschutz weiter zumachen.
Mit besserem Mittel und Mundschutz beendete ich meine Arbeit.
In diesem Zimmer hab ich auch noch geschlafen …

Heute Mi, den 09.09.09, hab ich mir Pan Cakes gemacht. Haben echt toll geschmeckt! Hätte gern mit den 5 hungrigen Männergesichtern geteilt, war aber leider nicht genug. Hannes (2. Manager des Brown Kiwis) hat sich quasi einfach einen geschnappt – er hatte schon sooo lange keine mehr gegessen.
Und ich hab echt am Rücken einen Sonnenabdruck von gestern, jaaa! Hier muss man schon im Frühling ab und an Sonnencreme benutzen.

Knutschis

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